もうちゃ箱主人の日記
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2009年03月11日(水) 速報 ドイツの中学校(実業学校)乱射事件

とり急ぎ
 CNNと
 現在最も詳しい
 フランクフルター・アルゲマイネ
  (Frankfurter Allgemeine Zeitung)の記事から…

(同じ日に、米アラバマでも同様事件があったとか)


>>
@ 独学校で乱射、犯人は元生徒で射殺される 15人死亡と

(CNN) ドイツ南部にあるウィネンデン町の学校で現地時間の
11日午前9時半ごろ、迷彩の戦闘服姿の男が侵入しいきなり乱射、
地元警察によると15人が死亡、複数が負傷した。
重傷者もいる。犠牲者には教師3人、生徒9人が含まれる。

捜査当局によると、犯人は17歳の同校の元生徒で、犯行後に逃走、
警察が同町を封鎖し、ヘリコプターなどを出動させて行方を追い、
学校から約15キロ離れた地点で見付け、射殺した。

犯行の動機は不明。
乱射は同校の2教室で約2分間続き、学校から逃走する際に
さらに殺害したとの情報がある。
車を奪い、運転者らを人質に、町の中心部の方向へ逃走していた。
複数の武器で武装していたとの情報がある。

事件を受け、同学校の生徒は避難した。
当時、約1000人が在校していた。学校は技術系で、中学校に
相当するという。

人口が約2万8000人のウィネンデン町は、シュツットガルトから
北東へ約20キロ離れている。

ドイツでは2002年4月、東部エアフルトの中高一貫校の
ギムナジウムで、短銃などで武装した男が乱入し、
教師らに向かって銃を乱射し、
教師14人と生徒2人が死亡、数人が負傷する事件もあった。
容疑者は警官を射殺した後、自殺している。
この事件などを受け、ドイツ内では学校の警備の在り方が議論されたが、
今回の惨事で再燃しそうだ。

http://www.cnn.co.jp/world/CNN200903110019.html




@ Protokoll des Amoklaufs von Winnenden:

9.30 Uhr: Der 17-jährige Tim K. dringt in Winnenden in die
Albertville-Realschule ein und erschießt während des Unterrichts
neun Schüler im Alter von 14 bis 15 Jahren und drei Lehrerinnen.

9.33 Uhr: Ein Notruf aus der Realschule geht bei der Polizei ein.

9.40 Uhr: Zwei Interventionsteams der Polizei dringen in das Gebäude
ein und finden die zwölf Leichen.
Sie durchsuchen die Schule nach dem Täter, der bereits geflohen ist
und auf dem Weg in die Innenstadt einen Passanten erschießt.

9.41 Uhr: Eine Großfahndung auch mit Hubschrauber wird eingeleitet.

9.45 Uhr: Der Täter ist in die Innenstadt von Winnenden unterwegs.
Er stoppt ein Auto, kidnappt dessen Fahrer und zwingt ihn zur Fahrt
in das 40 Kilometer entfernte Wendlingen.

10.00 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger erfährt
im Landtag von dem Amoklauf und macht sich per Hubschrauber
auf den Weg nach Winnenden.

12.00 Uhr: Der Täter stellt das gestohlene Auto auf der Autobahn ab
und lässt die Geisel zurück. Der 17-jährige geht zu Fuß
zum nahegelegenen Industriegebiet.
Der Fahrer benachrichtigt die Polizei.

12.01 Uhr: Der Täter betritt ein VW-Autohaus und erschießt einen Angestellten
und einen Kunden.

12.05 Uhr: Als der Amokläufer aus dem Autohaus kommt,
eröffnet er das Feuer auf die Polizei.
Er verletzt zwei Beamte schwer und erschießt sich schließlich selbst,
nachdem er zuvor selbst getroffen wurde.

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@ Trauer in Winnenden
„Der Tod hat Einzug gehalten“

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Die Frage des Abends 11. März 2009
Bei einem Amoklauf in der Albertville-Realschule in Winnenden
bei Stuttgart hat am Mittwoch ein 17-Jähriger 15 Menschen getötet.

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei
um neun 15 bis 16 Jahre Schüler, drei Lehrerinnen und drei Passanten.

Der Täter tötete sich nach einem Schusswechsel mit Polizisten offenbar selbst.

Sein Motiv blieb zunächst unklar.

Nach der Tat herrschte in der baden-württembergischen Kleinstadt Fassungslosigkeit.

Am Abend gedachten bei einem ergreifenden ökumenischen Gottesdienst
mehrere hundert Menschen der Opfer des Amoklaufs.

„Es herrscht Ratlosigkeit, Ohnmacht und blankes Entsetzen“,
 sagte der katholische Weihbischof Thomas Maria Renz.

„Der Tod hat Einzug gehalten in hässlicher und brutaler Form hier in Winnenden“,
sagte der evangelische Landesbischof Frank Otfried July
in der Kirche St. Karl Borromäus:
„Jeder Tote, jeder Verletzte ist ein Fragezeichen, auch der Täter.“


Einige hatten noch die Schulstifte in den Händen

Wie die Polizei mitteilte, hatte der 17-jährige Tim K.
 aus Leutenbach gegen 9.30 Uhr ein Schulzentrum in Winnenden
(Rems-Murr-Kreis) betreten.

In zwei Klassenräumen erschoss er mit einer Pistole der Marke Beretta
sieben Schüler sowie im Physikraum der Schule eine Lehrerin.

Zwei weitere Schüler starben nach Angaben der Polizei im Krankenhaus.

Unter den getöteten Schülern befinden sich acht Schülerinnen und nur ein Schüler.

Anschließend flüchtete der Täter durch die Schule und erschoss
zwei weitere Lehrerinnen.

Die Opfer seien von der Tat offenbar überrascht worden.

Einige Schüler hätten noch die Schulstifte in den Händen gehabt,
hieß es. Zudem habe der Täter nicht wahllos um sich geschossen,
sondern einige der Opfer durch gezielte Kopfschüsse getötet.

„Frau Koma kommt“ warnte der Rektor

Mit einer verschlüsselten Lautsprecherdurchsage hat der Rektor der Schule
vor dem Amokläufer gewarnt: „Frau Koma kommt“, habe der Rektor durchgesagt,
berichtete eine Schülerin in der ZDF-Sendung „heute“.

Sie fügte hinzu:
„Das heißt ja Amok rückwärts. Dann hat die Lehrerin die Tür abgeschlossen.“

An der Schule trafen laut Rech innerhalb von zwei Minuten
nach dem ersten Notruf erste Einsatzkräfte ein.

Dadurch sei eine „weitere Tateskalation“ verhindert worden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter über das angerichtete Blutbad
hinaus noch weitere Angriffe in der Schule geplant hatte.

Auf dem Fluchtweg seien „unzählige leere und auch nicht abgefeuerte Patronen“
gefunden worden, was darauf hindeute.

Die Tatwaffe nahm er aus dem Schlafzimmer der Eltern

Nach Verlassen des Gebäudes tötete der 17-Jährige den Angaben zufolge
einen Mitarbeiter einer angrenzenden psychiatrischen Klinik und kidnappte
dann ein Auto.

Dessen 61 Jahre alten Fahrer gelang im 40 Kilometer entfernten Wendlingen
nach einem Unfall an einer Autobahnauffahrt die Flucht
(Siehe: Zur Fluchthilfe gezwungen: Der Amokläufer saß auf der Rückbank).

Der 17-jährige soll sich daraufhin in ein Autohaus begeben haben,
wo er einen Mitarbeiter sowie einen Kunden tötete.

Anschließend kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei,
bei dem zwei Beamte verletzt wurden.

Der Täter tötete sich gegen 12.30 Uhr vermutlich selbst
(siehe: Der zweite Tatort: Mitten im Verkaufsgespräch schießt der Attentäter).

@ Kleidung, Computer und bevorzugte Musik werden ausgewertet

Der Täter hatte im vergangenen Jahr an der Albertville-Realschule
Winnenden die Mittlere Reife abgelegt und eine Ausbildung begonnen.

Nach Angaben der Polizei ist der Vater des Jugendlichen Mitglied
in einem Schützenverein und verfügt legal über mehrere Waffen,
die sich mehrheitlich in einem Tresor befunden haben sollen.

Die Tatwaffe sowie mehrere hundert Patronen soll der Täter
im Schlafzimmer seiner Eltern an sich genommen haben.

Wie die Polizei weiter mitteilte, gibt es keine Hinweise darauf,
dass die Tat angekündigt oder absehbar gewesen sei.

Es würden Kleidung, Computer und bevorzugte Musik des Jugendlichen
ausgewertet, um Hinweise auf ein Motiv zu finden.

Ob er sich möglicherweise von dem Amoklauf im amerikanischen
Bundesstaat Alabama (siehe auch: Elf Tote bei Amoklauf in Alabama),
wo in der Nacht zu Mittwoch elf Menschen getötet wurden,
beeinflussen ließ, war zunächst unklar.

Die Schule bleibt zunächst geschlossen

Mehr als 15 Notfallseelsorger waren schon kurz nach dem Amoklauf
in der Stadt im Einsatz.

Die seelsorgerische Hilfe muss nach Angaben der kirchlichen
Notfallseelsorge in solchen Fällen möglichst schnell geleistet werden.

Wichtig sei, Kinder in einer solchen Extremsituation nicht allein
zulassen und ihren unmittelbaren Reaktionen Raum zu geben.

Das Schulzentrum Winnenden werde in den kommenden Tagen
geschlossen bleiben, hieß es.

Schulpsychologen auch aus anderen Bundesländer betreuen dort Schüler und Lehrer.

Erschüttert äußerte sich Bundespräsident Horst Köhler über die Tat.

Seine Frau und er seien in Gedanken bei den Opfern
und ihren Familien und Freunden, erklärte Köhler in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem
„Tag der Trauer für ganz Deutschland“.

Es sei unfassbar, dass durch dieses entsetzliche Verbrechen Unbeteiligte
binnen Sekunden ihr Leben verloren hätten.

Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU)
und zahlreiche weitere Politiker äußerten sich tief betroffen.

Eine äußerst seltene Form extremer Gewalt

Unterdessen entzündete sich eine Debatte über Konsequenzen aus der Bluttat.

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach warnte, Schulen zu
„Hochsicherheitstrakten“ auszubauen.

„Das wollen auch die Schulen nicht“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Amokläufe stellen nach den Worten des Dortmunder Soziologen
Friedrich-Wilhelm Stallberg in Deutschland bislang eine äußerst
seltene Form extremer Gewalt dar.

„Öffentlich mag das anders erscheinen, weil mit einer nie gekannten
Intensität über sie berichtet wird“, sagte Stallberg.

Die Bluttat ruft Erinnerungen an den Amoklauf von Erfurt wach
: Am 26. April 2002 hatte ein ehemaliger Schüler des Gutenberg-Gymnasiums
innerhalb weniger Minuten 16 Menschen und dann sich selbst erschossen
(siehe: Amoklauf von Erfurt: „Wir wissen, welch schwieriger Weg nun bevorsteht“).


http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~EC2B11014207040B4BD84614ADF29C63F~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


もうちゃ箱主人